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Schlaganfall & Pilates

ina hanken pilatestrainerin muenchen
| Veröffentlicht am: 9. Juni 2023
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Veröffentlicht am: 9. Juni 2023 
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Warum Pilates einen großen Effekt auf das Körpertraining nach einem Schlaganfall hat!

Was ist ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfall bezeichnet einen „schlagartig“ auftretenden Ausfall von Gehirnfunktionen.

Die Bezeichnung Schlaganfall oder Apoplexie ist ein Oberbegriff und man unterscheidet hierbei zwischen einem ischämischen Infarkt und einem hämorrhagischen Infarkt. Diese beiden haben unterschiedliche Ursachen und bedürfen unterschiedliche Therapien.

  1. Ein ischämischer Infarkt, auch Hirninfarkt genannt, ist ein Gefäßverschluss. Hierbei kommt es zu einer Minderdurchblutung oder totalen Ausfall der Durchblutung. Ursachen können Gefäßverkalkungen/ Arteriosklerose oder ein Blutpfropf/Thrombus sein.
  2. Ein hämorrhagischer Infarkt ist eine Hirnblutung. Hierbei platzt ein Gefäß im Gehirn, entweder im Gehirn = intrazerebrale Blutung oder zwischen den Hirnhäuten = Subarachnoidalblutung.
arten des schlaganfalls

Jährlich erleiden ca. 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Dann gibt es noch die TIA = transitorisch ischämische Attacke. Dies ist ein sogenannter „kleiner Schlaganfall“, bei dem Symptome innerhalb von Minuten wieder verschwinden. Aber auch die TIA ist sehr ernst zu nehmen, denn sie kann ein Vorbote für einen großen Schlaganfall sein.

Welche Symptome können bei einem Schlaganfall auftreten?

  • Gangunsicherheit
  • Schwindel
  • Starke Kopfschmerzen
  • Schmerzen
  • Lähmungen
  • Sensibilitätsstörungen (Taubheit, Wärme/Kälteempfinden gestört)
  • Sehstörungen
  • Sprechstörungen
  • Sprachverständnisstörungen

Wie verläuft ein Schlaganfall?

Die erste Zeit nach einem Schlaganfall ist entscheidend. Sie entscheidet über das Ausmaß der Zellschädigung und damit über den Grad der Behinderung.

Worauf sollte man achten? Hier hilft der FAST-Test.

F = Face (Lächeln): hängt ein Mundwinkel runter = Hinweis auf eine mögliche Halbseitenlähmung.

A= Arms: Arme anheben, Handflächen nach oben: ein Arm kann nicht angehoben werden und/oder dreht nicht = Hinweis auf eine mögliche Lähmung.

S= Speech: einfachen Satz sprechen lassen: nicht möglich oder verwaschen: möglicher Hinweis auf eine Sprachstörung.

T= Time: nicht zögern und sofort 112 wählen!

Warum entsteht ein Schlaganfall? Was sind die Ursachen?

  • Ungesunder Lebensstil (Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel, erhöhte Blutfett Werte)
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Genetische Veranlagung
  • Alter
  • Hormontherapie (Verhütungsmittel, Schwangerschaft, Wochenbett)

Vorbeugen, also präventiven Einfluss kann jeder selber nehmen, indem man sich bewegt, nicht raucht, sich ausgewogen ernährt und nur mäßig Alkohol zu sich nimmt.

Wie wird ein Schlaganfall diagnostiziert?

  • FAST-Test
  • Anamnese
  • Neurologische Untersuchungen
  • MRT/CT
  • Blutuntersuchung
  • EKG

Der weitere Verlauf gestaltet sich folgendermaßen:

  • Notaufnahme
  • Stroke Unit
  • Normale Station
  • Rehabilitation
  • Ambulante Therapien
  • Training

Wie wird der Schlaganfall behandelt?

Aufgrund der verschiedenen Symptome bedarf es verschiedener Therapien. Je nachdem welche Hirnareale betroffen sind, müssen diese entsprechend trainiert werden. Hierfür gibt es speziell ausgebildete Therapeuten, die meistens interdisziplinär zum Einsatz kommen.

Welche Therapien gibt es?

  • Physiotherapie/ Krankengymnastik
  • Ergotherapie
  • Logopädie/ Sprachtherapie
  • Psychologie
  • Orthopädiemechanik

Diese Fachbereiche arbeiten sehr eng miteinander und es bedarf eines regelmäßigen und intensiven Austausches!

therapien nach schlaganfall

Pilates nach Schlaganfall, passt das zusammen?

Nach einem Schlaganfall ändert sich das ganze Leben für die betroffene Person und für ihr soziales Umfeld, wie Familie, Freunde, Arbeitskollegen.

Nach der Akutbehandlung und dem Rehaaufenthalt, wo alles noch in einem geschützten Rahmen stattfindet, kommt die Realität nochmal stärker ins Bewusstsein, wenn der Patient wieder zu Hause ist und sein Alltag ein anderer sein wird. Hier finden ambulante Therapien statt und es lässt sich langsam absehen, wie stark die Beeinträchtigungen durch die noch verbliebenen Symptome sind.

In dieser Phase muss viel mental und psychisch geleistet werden. Man muss Perspektiven für sich sehen und umsetzen und dabei hilft auch Sport und Training. Nicht nur Therapie, sondern Training soll und darf wieder ins Leben treten. Damit das gut gelingt und effektiv ist, ist professionelle Begleitung und Anleitung wichtig.

Eine Möglichkeit des effektiven Trainings ist Pilates!

Pilates ist ein Ganzkörpertraining und sieht den gesamten Menschen. Durch die Pilatesgeräte gibt es ausreichend Modifikationsmöglichkeiten, um bei Lähmungen oder Spastiken der Extremitäten ein wirkungsvolles Training zu gestalten. Mit dem Reformer, Trapez und Chair lassen sich hervorragend konzentrisch und exzentrische Muskelaktivität erarbeiten. Die Arbeit an der Gangunsicherheit, der Balance, der Aktivierung des Armes und generell dem Aufbau eines Muskelkorsetts zur Stabilisierung der Körpermitte ist entscheidend, um sich im Alltag wieder sicher zu fühlen.

Den Körper im Training zu spüren und zu erleben ist außerdem sehr wertvoll für die Psyche!

Das Training nach einem Schlaganfall im Medical-Pilates ist deshalb interessant für Sie, weil ich als Physiotherapeutin seit 34 Jahren und als Pilatestrainerin seit 18 Jahren mit Menschen nach Schlaganfall, Multipler Sklerose und Parkinson arbeite und trainiere. Spastiken, Lähmungen, Sprachstörungen, Fußheberschienen usw. sind kein Hinderungsgrund, um zu trainieren. Sie sind bei mir in professionellen Händen, denn Bobath, PNF, funktionelles Training und Körperpsychotherapie sind meine Grundlagen. Ich hole Sie mit ihrer Einschränkung genau da ab, wo sie sind, und begleite Sie auf Ihrem weiteren Trainingsweg!

Pilates nach einem Schlaganfall? JA unbedingt!

Quellen:
Stiftung Deutsche Schlaganfall Hilfe
Das Pilates Lehrbuch/Geweniger und Bohlander
Essence Pilates
Polestar Pilates
Pflege
Deutsche Herzstiftung
Universitätsklinikum Freiburg
Stiftung Pfennigparade
Dr. med Christina Rückert

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